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Kinder und Jugendliche in der Familienberatung ...

Mit dem ersten Kind kommen die Eltern “auf die Welt“ in die Welt der Familie. Die Zeit der Partnerschaft findet ein Ende, wenn das kleine Wesen neue Akzente betreffend Zeit, Kommunikation, Freizeit, Interaktion und auch Rangordnung setzt. Auf dyadische Beziehungsverhältnisse folgen die von Triaden, wobei die Kleinen mit ihren altersentsprechenden körperlichen Ausdrucksformen ihre Positionen zu markieren in der Lage sind. Im Körperlichen kann das mit nächtlichem Schreien, mit Fieberschüben und mit allen Mitteln, die ihnen über den Magendarmtrakt zur Verfügung stehen, geschehen: Bauchweh, Durchfall, Erbrechen. All das hält noch unerfahrene Eltern auf Trab. Oft bedarf es bereits hier einer Übersetzungskunst, denn die Kleinen appellieren mit ihren Symptomen an das System. Sie verhalten sich „IKP-konform“, indem sie Körperbotschaften schicken, die für viele verbal orientierte Eltern bereits Fremdsprachencharakter haben. Dies ist auch deswegen der Fall, weil Symptome mehrere Bedeutungen beinhalten können. So kann ein Bettnässen als Weinen durch die Blase wie auch als eine Trotzreaktion, ebenso auch als ein regressives Verhalten aufgefasst werden.

Viele Therapeuten und Berater schrecken davor zurück, Kinder in die Paar- und Familienarbeit einzubeziehen, dies ganz zu Unrecht, denn im Grunde sind die Kinder die besten Co-Therapeuten. Sie haben noch nicht zu „lügen“ gelernt, sie bringen die Familiendiagnose eins zu eins zum Ausdruck, ohne alle verbalen Schnörkel. Dann die Schulkinder und die Pubertierenden, und erst recht die Jugendlichen, die sich zu Hause an den Eltern reiben lernen müssen. Eltern tun sich schwer damit, das Verhalten Jugendlicher als ein Kompliment, als eine Wertschätzung zu sehen. Sind es die Eltern nicht wert, mit ihnen zusammen das alltägliche Leben einzuüben?

In diesem Seminar werden konkrete Werkzeuge zum besonderen Verständnis im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Familientherapie und -beratung vermittelt.

 


Dieser Kurs hat bereits stattgefunden.
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Datum: Freitag, 23. März 2018
Ort: Zürich, Kanzleistrasse 17
Preis: CHF 590.-
Code: 120
Dauer: bis 24.03.18, 2 Tage
ReferentIn: lic. phil. Sara Michalik-Imfeld / Peter Michalik




 

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