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Systematisches Stellen (Vertiefung)

"Das habe ich schon bearbeitet". "Warum ist das immer noch da?" Solchen Sätzen

begegnen wir im Kontakt mit Klienten und Klientinnen immer wieder. Dahinter stecken oft

Erwartungen, dass allein die Einsicht tiefsitzende, biographisch erlernte Muster, destruktive

Lebenseinstellungen und schicksalhafte Verstrickungen aufzulösen vermag.

Zu oft konzentrieren wir uns im Therapieprozess allein auf den Symptomträger (Indexpatienten)

oder auf die additive Anwendung einzelner Techniken. Dabei übersehen wir leicht

den ganzheitlich-systemischen Zusammenhang der Entstehung von Leid und Symptomen.

Streben wir nachhaltige Veränderungsprozesse an, brauchen wir einen ganzheitlich-systemischen

Zugang, sowohl auf der Symptomebene als auch im Lösungsprozess. Dieser Prozess

kann durchaus auf der Verhaltensebene beginnen, doch ohne Einbezug ganzheitlichsystemischer

Methoden übersehen wir die Konsequenzen auf tiefer und höher gelegenen

Systemebenen (Kontext, Körper, Einstellungen, Partnerschaft, Gemeinschaft).

Solche Methoden zur Diagnose und Bearbeitung biographischer und transgenerativer

Muster gehen auf feldtheoretische Annahmen von Kurt Lewin (1890 - 1947) und gestalttheoretische

Grundlagen (Perls 1989; Petzold 1983; Maurer 1999) zurück. Die Gruppen-,

Familien- und Systemtherapie nahmen diese Konzepte in ihr Methodenrepertoire auf. Die

konkrete Umsetzung in Gruppen geschah als Psychodrama (Jakob Moreno 2001) und als

Gestalttherapie von Fritz Perls (1893 -1970) und wurde durch Hellingers "Familienstellen"

populär. Klaus Grawe hat die Vorgehensweise der Aufstellungsarbeit unter den Begriff

"Prozessuale Aktivierung" gefasst.

Bearbeitet man biographische oder transgenerationelle Themen (und seelische "Erbschaften"

aus den Herkunftsfamilien) mit einem ganzheitlich-systemischen Ansatz, eröffnen

sich persönlich wertvolle Wachstumsperspektiven, und es erweitert unsere professionelle

Kompetenz. Ziel dieses Seminars ist die Vermittlung von Methoden zur Diagnostik und

Intervention.

Hinweis: 51-1: 1. Teil: Basis / 51-2: 2. Teil: Vertiefung

 


Dieser Kurs hat bereits stattgefunden.
Informieren Sie sich bei uns über Folgedaten.
Datum: Donnerstag, 7. Dezember 2017
Ort: Zürich, Kanzleistrasse 17
Preis: CHF 590.-
Code: 51-2
Dauer: bis 08.12.17, 2 Tage
ReferentIn: Antonio Bettinaglio, MA, MSc




 

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