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Von Giotto bis Michelangelo – Italienische Kuns...

Giottos Arena-Kapelle ist nicht nur ein überragendes Kunstwerk, sondern zeigt auch, wie ein Bankiersgeschlecht verbotene Wucherzinse ins eigene Seelenheil investiert. Ebenso erfolgt das Mäzenatentum der Medici nicht allein der Kunst wegen, sondern verfolgt auch politische Ziele. Der Kurs deckt die Hintergründe auf, die zu grandiosen Kunstwerken der italienischen Renaissance führten.

Abend 1: Zinsverbot, Wucher und Giottos Arena-Kapelle

Die Furcht vor Hölle und Fegefeuer trieb im 14. Jh. die Bankiers dazu, einen beträchtlichen Teil ihrer Wuchergewinne in kirchlichen Institutionen zu investieren. Aus dieser Restitution von unrechtmässigem Vermögen entstanden grandiose Kunstwerke. Giottos Arena-Kapelle in Padua bietet das eindrücklichste Beispiel.

Abend 2: Freskotechnik und Tafelmalerei vom Trecento bis zum Gotico Internazionale

Giotto hat um 1300 die Technik der Wandmalerei revolutioniert. Waren bisher ganze Szenen in einem Tagwerk fertiggestellt, so reduzierte Giotto die «Giornate» auf einzelne Köpfe. Auch die Tafelmalerei glänzte mit Goldgrund und raffinierter Imitation von Prunktextilien. Wir folgen dem Malerei-Traktat von Cennino Cennini (um 1400) um die Kunsttechniken kennenzulernen.

Abend 3: Florenz als Zunftrepublik: Campanile-Reliefs, Baptisteriumstüren und Orsanmichele

Die Zünfte wirken in ihrer Mischung von Handwerksregulierung, politischer Instanz und genossenschaftlichem Verband zur Pflege der Jenseitsvorsorge. Der zünftischen Auftraggeberschaft verdanken wir in Florenz mehrere der grossartigsten Skulpturenprogramme.

Abend 4: Frührenaissance: Brunelleschi, Donatello, Masaccio

In die Zeit um 1420 fallen die Schicksalsjahre der Kunst der frühen Neuzeit. Während in Flandern die Öl/Harz-Lasur-Malerei entwickelt wird, gelingt in Florenz die Entdeckung der Zentralperspektive. Brunelleschi greift in der Architektur den antiken Formenkanon auf und formt ihn zur typisch toskanischen Bauweise der Frührenaissance.

Abend 5: Die Medici: Aufstieg vom Bankhaus zum Grossherzogtum 

Der Bankiersfamilie de' Medici gelang vom 15. ins 16. Jh. ein beispielloser Aufstieg in den europäischen Hochadel. Was einst als Kreditgeber an den Papst begann, endete für die Familie in drei Päpsten, zwei Königinnen und einem Grossherzogtum. Kunstförderung und Mäzenatentum spielten bei der Rekrutierung der Klientel eine wichtige Rolle.

Abend 6: Hochrenaissance und Manierismus: Leonardo, Raffael und Michelangelo

Um 1500–1510 erreichte die Harmonie und klassische Ausgewogenheit mit Leonardo und Raffael ihren Höhepunkt. Michelangelo geriet in einen Überbietungszwang, der nur noch unter einer Abkehr von der klassischen Vollkommenheit zu leisten war. Ständig unter dem Druck seiner Auftraggeber blieb ein grosser Teil von Michelangelos Werk unvollendet und lässt uns den Schöpfungsvorgang nachvollziehen. 

 

Weitere Kursinfos  


Datum: Dienstag, 15. Mai 2018
Ort: Zürich, Rämistr. 71
Preis: CHF 155.00
Code: 18S-0360-44
Dauer: 6x
Anmeldung bis: 05.05.2018
ReferentIn: Jezler Peter; Jezler-Hübner Elke




 

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