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Mentoring macht Schule

Ausbildung für drei Rollen: Betriebliche Mentoren können als Coach, Berater und Trainer fungieren
Ausbildung für drei Rollen: Betriebliche Mentoren können als Coach, Berater und Trainer fungieren

Betriebliche Mentoren unterstützen die Personalentwicklung, indem sie Mitarbeitende bei beruflichen Herausforderungen begleiten. Absolventen einer entsprechenden Weiterbildung können im Betrieb diverse Rollen ausüben.

Dynamik und Komplexibilität nehmen in der Arbeitswelt zu. Flexibilität ist gefordert und die Anforderungen an jeden Einzelnen sind hoch. Die heutige Wirtschaftswelt benötigt Personen, die kompetent sind, Führungspersonen und Mitarbeitende in Lern-, Veränderungs- und Entwicklungsprozessen optimal zu begleiten. Betriebliche Mentoren verfügen über die dafür notwendigen Kompetenzen. Offensichtlich gewinnt dieses noch relativ junge Berufsbild zunehmen an Bedeutung: 2014 hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) den Berufstitel «Betrieblicher Mentor/Betriebliche Mentorin mit eidg. Fachausweis» anerkannt.

Drei verschiedene Rollen
Doch was tun betriebliche Mentoren genau? Sie unterstützen in der Organisation, in der sie tätig sind, Führungspersonen und Mitarbeitende bei der Bewältigung beruflicher Herausforderungen. Je nach Ausgestaltung ihrer Tätigkeit können betriebliche Mentoren sowohl als Coach, als Beratungsperson oder als Trainer tätig sein. Die Handlungskompetenz von betrieblichen Mentoren zeigt sich durch die Fähigkeit, diese drei Rollen aufgaben-, bedarfs- und situationsgerecht auszuüben. Die drei Rollen unterschieden sich folgendermassen:

1. Coaching
Coaching ist lösungs- und ressourcenorientiert. Der Kunde gibt dabei den Inhalt vor und erarbeitet - unterstützt durch den Coach - für ihn stimmige Ziele und Lösungen. Der Coach begleitet den Prozess und setzt durch systemische Fragemethoden und Tools Impulse, die Raum schaffen für die Erarbeitung von individuell passenden und nachhaltigen Lösungen. Der Coach gibt weder Ratschläge noch Tipps, sondern unterstützt seine Kunden, selbst Lösungen zu erarbeiten.

2. Beratung
Beratung wird als Wissenstransfer verstanden. Eine erfahrende Person mit fachlichen Expertenwissen gibt dabei ihr Know-how im Sinne von Ratschlägen und Tipps weiter. Ziel der Beratungsperson ist es, die Kunden durch fachliche Hilfestellungen in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen.

3. Training
Training kann einerseits zur Entwicklung oder Veränderung von Verhaltensweisen und anderseits zur Vermittlung und Festigung von Wissen eingesetzt werden. Ein Trainer ist ein Fachexperte, der Spezialwissen vermittelt, die Inhalte und Anleitungen zur Umsetzung vorgibt und durch Übungen festigt.

Mit dem Berufsbild «Betrieblicher Mentor/Betriebliche Mentorin» werden ganz bewusst Coaching, Beratung und Trainingselemente kunden- und situationsgerecht kombiniert. Betriebliche Mentoren verfügen über die Handlungskompetenzen, Betriebliche Mentoren unterstützen die Personalentwicklung, indem sie Mitarbeitende in der Bewältigung beruflcher Herausforderungen begleiten. Absolventen einer entsprechenden Weiterbildung können im Betrieb je nach Ausgestaltung ihrer Tätigkeit verschiedene Rollen ausüben. Von Peter Bürki Ausbildung für drei Rollen: Betriebliche Mentoren können als Coach, Berater und Trainer fungieren entsprechend ihrem Auftrag und den Bedürfnissen ihrer Kunden aus allen drei Kompetenzfeldern Coaching, Beratung und Training zu schöpfen, um Einzelpersonen bei Lern-, Veränderungs- und Entwicklungsprozessen optimal zu begleiten.

Umfassendes Kompetenzprofil
Das Kompetenzprofil «Betrieblicher Mentor/Betriebliche Mentorin mit eidg. Fachausweis» beschreibt die Kompetenzen, über die eine Person, welche diesen Titel erwirbt, verfügen sollte. Dabei wird zwischen personalen Kompetenzen sowie Handlungskompetenzen unterschieden:

1. Personale Kompetenzen
Diese beschreiben die an die Person gebundenen Kompetenzen und umfassen die Selbst- und Sozialkompetenzen. Selbstkompetenzen beschreiben die Bereitschaft und Fähigkeit, das eigene Handeln und die eigenen Wertehaltungen zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Die Sozialkompetenzen bezeichnen persönliche Fähigkeiten und Einstellungen die für die soziale Interaktion notwendig sind. Sie umfassen kommunikative Fähigkeiten, rollenbewusstes Handeln und die Fähigkeit, mit Diversität umzugehen und relevantes Wissen und Erfahrungen einzusetzen.

2. Handlungskompetenz
Betriebliche Mentoren arbeiten nach einem Begleitungskonzept, welches theoretisch begründet ist und während des Begleitungsprozesses kontinuierlich überprüft wird. Betriebliche Mentoren passen ihre Rolle den Erfordernissen der Begleitungsmethoden an und bauen dementsprechend zu ihren Kunden eine Beziehung auf, die sie mit ihrer wertschätzenden Grundhaltung, Einfühlungsvermögen, aktivem Zuhören und Feedback bewusst gestalten. Sie kommunizieren dabei klar, verständlich und adressatengerecht. Die betrieblichen Mentoren fördern die Selbsthilfe ihrer Kunden und unterstützen sie in der Planung konkreter Handlungsansätze.

Für die Qualitätssicherung evaluieren betriebliche Mentoren den Begleitungsprozess. Sie sind auch für das Marketing ihrer Begleitungsangebote zuständig und führen die mit dem Begleitungsangebot zusammenhängenden administrativen Arbeiten wie Termin- und Budgetplanung fachgerecht aus.

Personalentwicklung profitiert
Entwicklungen und Veränderungen in Organisationen können nur unter bestimmten Rahmenbedingungen nachhaltig stattfinden. Grundlegend dafür ist, dass dafür ausgebildete Personen in die Entwicklung von Lern-, Veränderungs- und Entwicklungsprozessen eingebunden sind. Ein wichtiges Instrument, um die optimale Begleitung sicherzustellen, sind die Handlungskompetenten, welche in der Weiterbildung zum «Betrieblicher Mentor/Betriebliche Mentorin mit eidg. Fachausweis» erlernt werden können.

Betriebliche Mentoren werden vor allem dann eingesetzt, wenn es nicht in erster Linie um eine Problemanalyse, sondern um die Förderung von Fähigkeiten und Handlungskompetenzen geht. Dabei wird die Personalentwicklung unterstützt. Betriebliche Mentoren können Einzelpersonen bei äusseren Veränderungen, wie beispielsweise bei der Vorbereitung auf eine neue Berufsrolle, unterstützen. Auch die Bearbeitung persönlicher Unsicherheiten oder die Förderung der Zusammenarbeit im Team können im Aufgabenbereich betrieblicher Mentoren liegen.

Autor
Peter Bürki, Organisationsberater / Coach IEF und eidg. dipl. Betriebsausbilder, ist auf Personalentwicklungskonzepte und die Begleitung von Veränderungsprozessen spezialisiert. Er ist Gründer und Gesellschafter der Coachingzentrum Olten GmbH.


Lehrgang Coaching und Mentoring
Das Coachingzentrum Olten bietet den Lehrgang Coaching und Mentoring an. Die Ausbildung dauert gesamthaft 1,5 Jahre und umfasst 16 Ausbildungstage. In dieser Weiterbildung ergänzen sie ihren bestehenen Rucksack an Expertenwissen (Rolle des Beraters) und allenfalls an methodisch, didaktischem Know-how (Rolle des Trainers) um die Rolle als Coachs. Sie erfahren und erlernen systemische Fragemethoden sowie Tools und Werkzeuge und werden so befähigt, ihren Erfahrungsschatz mit Coaching zu erweitern. Nach Abschluss dieses Lehrganges kann die Berufsprüfung «Betrieblicher Mentor/Betriebliche Mentorin mit eidg. Fachausweis» absolviert werden.
Weiterführende Informationen:
www.coachingzentrum.ch

Publiziert am 2. Dezember 2016

Coachingzentrum Olten GmbH
Herr Peter Bürki
Konradstrasse 30
4600 Olten
Tel. 062 926 43 93
info@coachingzentrum.ch

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